Schwimmbrillen Informationen


Gerne informieren wir Sie, warum in unserer Schwimmschule St. Gallen-Wittenbach auf das Tragen der Schwimmbrille verzichtet wird.

Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Kinder ohne Schwimmbrille an das Wasser gewöhnen damit sie sich im und unter Wasser orientieren können.

Fällt ein Kind unbeabsichtigt ins Wasser, muss es sich ohne Schwimmbrille orientieren können um an die Wasseroberfläche zu gelangen und an Land schwimmen können.

Ist ein Kind nicht wassergewohnt, schliessen sich die Augen reflexartig, wenn diese mit Wasser in Kontakt kommen.

Das Öffnen der Augen unter Wasser muss explizit geübt werden.

Einigen fällt dieser Schritt leichter, anderen etwas schwerer.

Ab einer Wassertiefe von einem Meter entsteht bereits ein Unterdruck in der Schwimmbrille, so dass ein Saugeffekt auf das Auge erzeugt wird, was zur Schädigung der Netzhaut führen kann.

Sehen bedeutet sich orientieren und retten zu können, das Tragen einer Schwimmbrille wirkt sich negativ auf die gesamte Wassersicherheit aus.   

Für das Absolvieren des WSC (Wasser-Sicherheits-Check) ist es Vorschrift, dass die Kinder diesen ohne Schwimmbrille bestehen müssen.

Nebst dem Schwimmunterricht in der Schwimmschule wird der WSC gemäss Lehrplan 21 auch in den Schulen absolviert.  

Im Schwimmunterricht des SVSW können wir immer wieder Kindern, die eine Schwimmbrille tragen, beobachten, dass sie die «scheinbar» erworbene Wassersicherheit schnell in Unsicherheit oder Panik umschlägt, wenn die Schwimmbrille nicht griffbereit ist.

Diese trügerische Sicherheit birgt die potenzielle Gefahr des Ertrinkens.

Deswegen empfehlen wir ohne Schwimmbrille unsere Schwimmkurse zu absolvieren um den Sehsinn im und unter Wasser zu stärken und die Wassersicherheit des Kindes zu erhöhen.

Es gibt auch bei diesem Thema eine Grauzone über welche wir Sie gerne informieren.

Es gibt Kinder, die wehren sich extrem stark ohne Schwimmbrille ins Wasser zu gehen.

Manche wehren sich so stark, dass sie aus diesem Grund nicht schwimmen lernen möchten.

Vielleicht haben diese Kinder Augenprobleme, empfindliche Augen oder das «Beissen» im Auge löst bei diesen Kindern eine extrem negative Haltung gegenüber dem Wasser aus.

So oder so kann das Ziel, die Selbstrettungskompetenz zu beherrschen, nicht erfüllt werden, wenn die Kinder nicht schwimmen lernen möchten.

Nun wie priorisieren wir als Schwimmschule da? 

Schwimmen lernen mit Schwimmbrille, oder nicht schwimmen lernen?

Unserer Meinung nach gibt es hier eine einfache Antwort: es ist wichtiger, dass ein Kind schwimmen lernt.

Die Schwimmbrille kann in speziellen Fällen auch etwas später abgewöhnt werden bzw. sollte im Verlauf des Lernens immer wieder für Sequenzen und Übungen weggelassen werden.

So können die Kinder schwimmen lernen und nebenbei allmählich von der Schwimmbrille entwöhnt werden.

Fazit

Ein Kind soll die Selbstrettungskompetenz beherrschen und die Wassersicherheit erlangen.

Auf diesem Weg kann es nützlich sein, dass ein Kind zuerst mit einer Schwimmbrille schwimmen lernt.

Ziel muss es im Unterricht jedoch immer sein, dass das Kind die Selbstrettungskompetenz und die nötige Wassersicherheit im Wasser ohne Schwimmbrille erlernt.

Sollte Ihr Kind sich nur sehr schwer begeistern lassen sich an und ins Wasser zu getrauen, so melden Sie sich doch per Mail bei der Schwimmschulleitung Rebecca Marti (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Wir sind uns sicher einen guten Weg für Ihr Kind zu finden, damit Ihr Kind freudvoll Schwimmen lernen kann 😊.

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